Am 15.04. hat sich unsere Kita an der Aktion „Wir sehen rot“ beteiligt. Gemeinsam mit vielen anderen Einrichtungen in NRW wollten wir zeigen, dass die aktuellen Bedingungen in Kitas immer schwieriger werden – und dass Kinder gute Rahmenbedingungen brauchen, um sich sicher und neugierig entwickeln zu können.

Viele Kinder und Mitarbeitende kamen an diesem Tag in roter Kleidung. Besonders schön war, dass sich auch viele Familien über ihren WhatsApp‑Status beteiligt haben. So wurde unsere Botschaft weit über die Kita hinaus sichtbar.

Warum wir rot gesehen haben

Im Kita‑Alltag merken wir jeden Tag, wie sehr sich die Anforderungen verändern. Ein großes Thema ist, dass immer mehr Zeit für reine Aufsicht draufgeht. Durch wechselnde Zeiten, Personalmangel und viel Organisation bleibt oft weniger Raum für das, was Kinder wirklich brauchen: Zeit zum Entdecken, Spielen, Lernen und für verlässliche Beziehungen.

Wenn wir nicht aufpassen, rutscht der Alltag immer stärker in Richtung Betreuung statt Bildung – und genau davor möchten wir warnen.

Zwei weitere Punkte, die uns beschäftigen:
  • Finanzielle Mittel reichen nicht aus Die Kosten steigen, aber die Unterstützung wächst nicht mit. Dadurch fehlen Gelder, um Qualität weiterzuentwickeln oder wichtige Strukturen zu stärken.
  • Der Fachkräftemangel bleibt ungelöst Ohne neue, nachhaltige Wege, Menschen für den Beruf zu gewinnen, steigt die Belastung für die bestehenden Teams weiter. Das spüren Kinder, Familien und Fachkräfte gleichermaßen.

Diese Entwicklungen zeigen, wie wichtig es ist, dass sich etwas verbessert. Denn am Ende geht es um das, was uns am Herzen liegt: Zeit für die Kinder und eine gute pädagogische Qualität.

Ob in der Kita oder digital – die Beteiligung war groß. Wir danken allen Familien, die uns unterstützt haben.

Gemeinsam haben wir gezeigt: Wir stehen zusammen – für die Kinder, für die Familien und für die Fachkräfte.

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