Eintauchen in die experimentelle Welt der Forschung

Das können die Kinder nach Lust und Laune in diesem extra dafür eingerichteten Lernwerkstatt-Raum. Über eineinhalb Jahre von Prof. Dr. Hartmut Wedekind (http://www.helleum-berlin.de) professionell begleitet, bildeten sich zwei pädagogische Fachkräfte der Buddelkiste im Bereich der Naturwissenschaften weiter.

Das sichtbare Ergebnis dieser Fortbildung, die unter dem Thema: Naturwissenschaftlich- technische Bildung im Kontext mit Lernwerkstattarbeit stand, ist ein Raum, der Kinder anregt tätig zu werden, zu tüfteln, zu probieren, zu versuchen.

Die Ausrichtung der Lernwerkstatt als Gesamtkonzept unserer pädagogischen Arbeit ist so zu verstehen, dass eine offene Lernumgebung ohne reglementierende Vorgaben und Instruktionen, individuelles und interessengeleitetes Lernen ermöglicht. Frühe naturwissenschaftliche Bildung soll hier mit Freude und Vergnügen in der Kultur des Neugiergseins und des Zweifelns sinnlich erfahrbar werden.

So ist die Lernwerkstatt zu verstehen als Ort einer vorbereiteten Lernumgebung, die zum Staunen und Verwundertsein einlädt, was in der Regel eigene Fragen und oft eine produktive Unruhe bei den Kindern auslöst. Dieses „Verwundert-sein“ und „Verstehen-wollen“ lösen Prozesse des individuellen Forschens aus, in denen beobachtet, wiederholt, verglichen, vermutet und auch planmäßig verändert wird. Dieses Tun der Kinder wird getragen und angetrieben von der Hoffnung, dahinter zu kommen’, das Irritierende zu verstehen.

Lernwerkstattarbeit ermöglicht den Kindern die freie Wahl zwischen Themen, Methoden, Material, Partnern und Zeit. So erleben sie sich selbstbestimmt und agieren eigenverantwortlich. Die Auswahl der Lernangebote haben immer Bezug zur Lebenswelt der Kinder, denn Kinder be-greifen, indem sie handeln und aktiv werden. Geht es z.B. um das Thema Wind, könnte dies in der Erlebniswelt des Kindes heißen: Haare; die beim Föhnen hin und her tanzen; Krümel, die vom Tisch gepustet werden; ein Drachen, der über einem Feld in die Höhe steigt; Laub, das mit einem Laubbläser aus vom Weg geräumt wird oder einfach Wind, der einem ins Gesicht weht – künstlich hergestellte und natürliche Luftströme sind Teil des kindlichen Alltags. Im Luftstrom verhalten sich viele Gegenstände abhängig von Form und Gewicht sehr unterschiedlich. Das Wissen darüber spiegelt sich in zahlreichen technischen Erfindungen bis hin zu den Flugzeugen wider.

Beim Experimentieren werden die Kinder natürlich von einer professionellen Lernbegleiterin betreut, die durch Ermutigungen, Impulse und gemeinsames Reflektieren die kindlichen Forschungsprozesse bereichert.